Tragrollen für Bagger und Raupenlaufwerke
Tragrollen für Bagger und Raupenlaufwerke werden nach Referenznummer, Maschinenmodell, Einbauposition, Befestigung und Bauteilabmessungen zugeordnet. Sie sitzen im oberen Bereich des Laufwerks und stützen den oberen Kettenrücklauf.
- Auswahl nach Referenznummer, Maschinenmodell und Einbauposition
- für Bagger, Minibagger und weitere Raupenlaufwerke
- technische Zuordnung nach Befestigung, Aufnahme und Bauteilabmessungen
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Tragrollen im Raupenlaufwerk richtig zuordnen
Tragrollen sitzen im oberen Bereich des Raupenlaufwerks und stützen den oberen Kettenrücklauf. Sie beeinflussen den Verlauf des Kettenstrangs über dem Laufwerksrahmen und sind damit ein relevanter Bestandteil der oberen Laufwerksführung.
Für die Ersatzteilzuordnung ist nicht allein die Maschinenbezeichnung entscheidend. Geprüft werden sollten Referenznummer, Maschinenmodell, Einbauposition, Befestigung, Aufnahme und vorhandene Bauteilabmessungen. Besonders bei Maschinen mit unterschiedlichen Serien, Laufwerksausführungen oder abweichenden Befestigungen sollte die vorhandene Tragrolle mit den Produktdaten, vorhandenen Bauteilabmessungen oder, falls verfügbar, einer technischen Zeichnung abgeglichen werden.
Tragrolle, Stützrolle und Carrier Roller richtig einordnen
Im Markt werden Tragrollen je nach Anbieter und Datenquelle auch als Stützrollen, Carrier Roller, Top Roller oder Upper Roller bezeichnet. Gemeint ist die obere Rolle im Kettenlaufwerk, die den oberen Kettenrücklauf stützt. Für die technische Zuordnung sind diese Begriffe relevant, die Auswahl sollte jedoch immer über Maschinenmodell, Einbauposition und Referenznummer erfolgen.
Wichtig ist die klare Unterscheidung zur Laufrolle. Laufrollen arbeiten im unteren Kettenstrang und stehen stärker in Verbindung mit Lastaufnahme und Bodenkontakt des Laufwerks. Tragrollen arbeiten oben im Laufwerk und sind für den oberen Kettenrücklauf relevant. In internationalen Produktdaten werden Track Roller, Bottom Roller und Lower Roller überwiegend für untere Laufrollen verwendet. Carrier Roller, Top Roller und Upper Roller beziehen sich dagegen auf Tragrollen im oberen Laufwerksbereich.
Auswahl nach Referenznummer, Einbauposition und Befestigung
In der Ersatzteilpraxis ist die Referenznummer der wichtigste Einstiegspunkt für die Zuordnung. Zusätzlich müssen Maschinenmodell, Einbauposition und Laufwerksausführung geprüft werden, weil ähnliche Maschinen je nach Serie, Baujahr oder Ausstattung unterschiedliche Tragrollen verwenden können.
Je nach Ausführung können auch Befestigung, Aufnahme, Achse, Rollendurchmesser, Baubreite und weitere Bauteilabmessungen für die technische Zuordnung relevant sein. Wenn die Ausführung nicht eindeutig ist, sollte die verbaute Tragrolle mit dem ausgebauten Bauteil, den Produktdaten oder, falls verfügbar, einer technischen Zeichnung verglichen werden.
Tragrollen im System mit Kette, Leitrad und Antriebsrad
Tragrollen arbeiten nicht isoliert, sondern im System mit Kettenbändern, Gummiketten, Leiträdern, Antriebsrädern und Spanneinheiten. Veränderungen am oberen Kettenrücklauf, unruhiger Kettenlauf oder ein auffälliges Kontaktbild sollten deshalb immer im Zusammenhang mit dem gesamten Laufwerk bewertet werden.
Je nach Maschine können Tragrollen in Laufwerken mit Stahlketten oder Gummiketten eingesetzt werden. Die Zuordnung sollte nicht aus der Kettenart allein abgeleitet werden, sondern aus Referenznummer, Maschinenmodell, Einbauposition und vorhandener Bauteilgeometrie.
Verschleiß an Tragrollen prüfen
Der Zustand einer Tragrolle sollte über mehrere Prüfpunkte bewertet werden. Relevant sind Lauffläche, Rollendurchmesser, Führungsbereiche oder Flansche, sofern vorhanden, Dichtbereich, Drehverhalten, Befestigung und Kontaktbild zum oberen Kettenrücklauf. Typische Hinweise auf fortgeschrittenen Verschleiß sind ein reduzierter Rollendurchmesser durch abgenutzte Laufflächen, beschädigte oder ausgedünnte Führungsbereiche, Riefenbildung, deutlicher Schmierstoffaustritt, schwergängige Rollen oder blockierte Rollen.
Ein leichter Ölfilm im Dichtbereich ist nicht automatisch mit einer funktionskritischen Leckage gleichzusetzen. Bewertet werden sollte, ob deutlicher Schmierstoffaustritt mit anhaftendem Schmutz, schwergängiges Drehverhalten, Blockieren der Rolle oder weitere Auffälligkeiten vorliegen.
Ein auffälliges Verschleißbild an Tragrollen kann mit seitlicher Belastung, Schrägfahrt, häufigem Wenden unter Last, falscher Kettenspannung, Schmutzansammlung im oberen Laufwerksbereich oder einer ungünstigen Laufwerksausrichtung zusammenhängen. In solchen Fällen sollte nicht nur die einzelne Tragrolle geprüft werden, sondern auch Kette, Laufwerksrahmen, Leitradstellung, Antriebsrad und Spanneinheit.
Tragrollen als Teil der Laufwerksprüfung
Der Austausch einzelner Tragrollen ist häufig Teil einer größeren Laufwerksbewertung. Wenn mehrere Tragrollen ein ähnliches Verschleißbild zeigen oder der obere Kettenrücklauf sichtbar unruhig läuft, sollten auch Laufrollen, Kettenbänder, Bodenplatten, Gummiketten, Leiträder, Antriebsräder, Spanneinheiten und Befestigungsteile geprüft werden.
Wie Lauffläche, Rollendurchmesser, Führungsbereiche, Drehverhalten und oberer Kettenrücklauf im Zusammenhang mit dem gesamten Fahrwerk geprüft werden, zeigt der LIS® WIKI-Artikel Baggerlaufwerk auf Verschleiß prüfen. Der Artikel unterstützt die Einordnung, ob die Tragrolle selbst oder eine angrenzende Laufwerkskomponente das auffällige Laufbild verursacht.
Für die Auswahl der passenden LIS® Tragrolle sollten Referenznummer, Maschinenmodell, Einbauposition, Befestigung, Aufnahme und vorhandene Bauteilabmessungen abgeglichen werden. Bei unklarer Zuordnung ist der Vergleich mit dem ausgebauten Bauteil oder, falls verfügbar, einer technischen Zeichnung sinnvoll.
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