LIS® Laufrollen für die zuverlässige Kettenführung in Baumaschinen-Laufwerken.

Laufrollen für Bagger und Raupenlaufwerke

Laufrollen für Bagger und Raupenlaufwerke werden nach Referenznummer, Maschinenmodell, Rollenposition, Flanschform und Kettentyp zugeordnet. Die Kategorie umfasst Laufrollen für Gummiketten- und Stahlkettenlaufwerke sowie 1-Flansch-, 2-Flansch-, 3-Flansch- und weitere bauartabhängige Ausführungen.

  • Auswahl nach Referenznummer, Maschinenmodell und Laufwerksausführung
  • Varianten für Gummiketten- und Stahlkettenlaufwerke
  • Zuordnung nach Flanschform, Rollenposition und Kettentyp
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Laufrollen im Raupenlaufwerk richtig zuordnen

Laufrollen arbeiten im unteren Kettenstrang und gehören zu den belasteten Komponenten im Raupenlaufwerk. Sie beeinflussen Kettenlauf, Lastverteilung und Verschleißbild im Fahrwerk. Für die Ersatzteilzuordnung ist deshalb nicht nur die Maschinenbezeichnung relevant, sondern die konkrete Laufwerksausführung.

Entscheidend sind Referenznummer, Maschinenmodell, Rollenposition, Flanschform, Kettentyp und Bauteilabmessungen. Besonders bei Maschinen mit verschiedenen Serien, Laufwerksbreiten oder Gummiketten- und Stahlkettenvarianten sollte die vorhandene Laufrolle mit den Produktdaten, vorhandenen Bauteilabmessungen oder einer technischen Zeichnung abgeglichen werden.

Auswahl nach Referenznummer, Maschine und Laufwerksausführung

In der Ersatzteilpraxis ist die Referenznummer der wichtigste Einstiegspunkt für die Zuordnung. Zusätzlich müssen Maschinenmodell, Bauart des Laufwerks und Kettentyp geprüft werden, weil ähnliche Maschinen je nach Serie, Baujahr oder Ausstattung unterschiedliche Laufrollen verwenden können.

Laufrollen stehen im Systemverbund mit KettenbändernBodenplattenGummikettenLeiträdernAntriebsrädern und Spanneinheiten. Ein auffälliges Verschleißbild an einer Laufrolle sollte deshalb nicht isoliert bewertet werden, sondern immer im Zusammenhang mit dem gesamten Laufwerk.

Flanschformen bei Laufrollen richtig zuordnen

Die Flanschform ist ein zentrales Merkmal für die seitliche Führung des Kettenstrangs. Sie muss zur vorgesehenen Rollenposition, zur Kettengeometrie und zur Laufwerksausführung der Maschine passen. 1-Flansch-, 2-Flansch-, 3-Flansch-, Innenflansch-, Außenflansch- und Mittelflansch-Ausführungen sind keine Qualitätsstufen, sondern konstruktive Ausführungen des jeweiligen Raupenlaufwerks.

Entscheidend ist nicht die höhere Anzahl der Flansche, sondern die passende Zuordnung zur Maschine. Eine nicht passende Flanschform oder eine abweichende Laufwerksausführung kann den Kettenlauf beeinflussen und ein ungünstiges Kontaktbild erzeugen. Mögliche Folgen sind einseitiger Flanschverschleiß, ungleichmäßige Abnutzung der Lauffläche oder seitlicher Anlauf der Kette an Rolle und Führungselementen.

  • 1-Flansch-Laufrolle: Laufrolle mit einer seitlichen Führungsflanke. Sie wird dort eingesetzt, wo die Laufwerkskonstruktion eine einseitige Führung des Kettenstrangs vorsieht.
  • 2-Flansch-Laufrolle: Laufrolle mit beidseitigen Führungsflanschen. Sie führt den Kettenstrang auf beiden Seiten und muss zur vorgesehenen Rollenposition im Laufwerk passen.
  • 3-Flansch-Laufrolle: produktdatenbezogene Sonderausführung mit zusätzlicher Führungsgeometrie. Sie sollte nur verwendet werden, wenn die vorhandene Maschine beziehungsweise die technische Zuordnung diese Bauform vorsieht.
  • Innenflansch-Laufrolle: Ausführung mit innenliegender Führungsgeometrie bezogen auf die Ketten- beziehungsweise Laufwerksführung. Vor der Zuordnung sollten vorhandene Bauform, Einbaulage und Kontaktbild geprüft werden.
  • Außenflansch-Laufrolle: Ausführung mit außenliegender Führungsgeometrie. Sie ist nicht automatisch mit einer Innenflansch-Ausführung austauschbar.
  • Mittelflansch-Laufrolle: Ausführung mit mittig angeordneter Führungsgeometrie. Die mittige Führung muss zur Ketten- oder Laufwerksgeometrie passen.

Bei unklarer Ausführung sollten Referenznummer, Maschinenmodell, Kettentyp, Rollenposition und vorhandene Bauteilabmessungen gemeinsam geprüft werden. Zusätzlich ist der Vergleich mit der ausgebauten Laufrolle oder einer technischen Zeichnung sinnvoll.

Komplette Laufrolle oder Laufrollenkörper prüfen

Ein Laufrollenkörper ist nicht automatisch mit einer kompletten, montierfertigen Laufrolle gleichzusetzen. Ob es sich um eine vollständige Laufrolle, einen Rollenkörper oder eine produktbezogene Baugruppe handelt, sollte anhand der jeweiligen Produktdaten geprüft werden. Das betrifft insbesondere Lieferumfang, Ausführung, Befestigung und technische Zeichnung.

Laufrollen für Gummiketten- und Stahlkettenlaufwerke

Laufrollen für Gummikettenlaufwerke und Stahlkettenlaufwerke können sich in Führungsgeometrie, Kontaktfläche und Laufwerkszuordnung unterscheiden. Bei Gummiketten ist die Abstimmung auf die innere Führungsgeometrie der Kette relevant. Bei Stahlketten stehen Kettenband, Kettenglieder, Bodenplatten und seitliche Führung stärker im Fokus.

Eine universelle Austauschbarkeit zwischen Gummiketten- und Stahlkettenlaufwerken sollte nicht angenommen werden. Vor dem Austausch sollten vorhandene Laufrolle, Kettentyp, Rollenposition und Bauteilabmessungen geprüft werden. Bei Stahlkettenlaufwerken ist außerdem das Zusammenspiel mit Antriebsrädern und Leiträdern relevant, da beide Komponenten den Kettenlauf und das Verschleißbild mit beeinflussen.

Verschleiß an Laufrollen und Flanschen prüfen

Der Zustand einer Laufrolle sollte über mehrere Prüfpunkte bewertet werden. Relevant sind Lauffläche, Rollendurchmesser, Flanschzustand, Dichtbereich, Drehverhalten und Kontaktbild zwischen Laufrolle, Kette und Führungselementen. Typische Hinweise auf fortgeschrittenen Verschleiß sind ein reduzierter Rollendurchmesser durch abgenutzte Laufflächen, einseitig abgenutzte Flansche, scharfe Flanschkanten, Riefenbildung, deutliche Leckage oder schwergängige Rollen.

Ein leichter Ölfilm im Dichtbereich ist nicht automatisch mit einer funktionskritischen Leckage gleichzusetzen. Bewertet werden sollte, ob deutlicher Schmierstoffaustritt mit anhaftendem Schmutz, schwergängiges Drehverhalten, Blockieren der Rolle oder weitere Auffälligkeiten vorliegen.

Einseitiger Flanschverschleiß kann auf seitliche Belastung, Schrägfahrt, häufiges Wenden unter Last, falsche Kettenspannung oder eine ungünstige Laufwerksausrichtung hinweisen. In solchen Fällen sollte nicht nur die einzelne Laufrolle geprüft werden, sondern auch Kette, Leitradstellung, Antriebsrad, Laufwerksrahmen und Spanneinheit.

Blockierte, schwergängige oder stark beschädigte Laufrollen können den Verschleiß an Kettenband, Kettengliedern, Bodenplatten und weiteren Laufwerksteilen erhöhen. Ein Austausch sollte deshalb nicht nur nach sichtbarem Rollenschaden bewertet werden, sondern nach dem Zustand des gesamten Laufwerks.

Laufrollen und Tragrollen im Laufwerk

Laufrollen und Tragrollen übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Raupenlaufwerk. Laufrollen arbeiten im unteren Kettenstrang und sind für Lastaufnahme und Kettenführung im unteren Laufwerksbereich relevant. Tragrollen stützen den oberen Kettenrücklauf und werden als separate Laufwerkskomponente betrachtet.

Für die Ersatzteilzuordnung sollte deshalb geprüft werden, ob eine untere Laufrolle oder eine obere Tragrolle benötigt wird. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig bei allgemeinen oder englischen Produktbezeichnungen wie Track Roller, Bottom Roller, Lower Roller oder Carrier Roller.

Laufrollen als Teil der Laufwerksprüfung

Der Austausch einzelner Laufrollen ist häufig Teil einer größeren Laufwerksbewertung. Wenn mehrere Laufrollen ein ähnliches Verschleißbild zeigen, sollten auch Kettenbänder, Bodenplatten, Gummiketten, Leiträder, Antriebsräder, Spanneinheiten und Befestigungsteile geprüft werden.

Für die Auswahl der passenden LIS® Laufrolle sollten Referenznummer, Maschinenmodell, Flanschform, Kettentyp und vorhandene Bauteilabmessungen abgeglichen werden. Bei unklarer Zuordnung ist die Prüfung der technischen Zeichnung oder der Vergleich mit dem ausgebauten Bauteil sinnvoll.

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